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Thomas Rambauske: Wienerwald-Abenteuer

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Zwiebelprinzip
Perfekt bekleidet hinaus!
Wer beim Wandern und Bergsteigen leistungsfähig sein will, sollte sich rundum wohlfühlen. Frieren, Schwitzen, nasse Haut oder Sonnenbrand sind beim Outdoor-Sport ein No-Go. Mit der idealen Kombination einzelner Bekleidungsschichten und Materialien kann man beim Sport maximalen Komfort erreichen.

Das sogenannte Zwiebelprinzip, auch bekannt als 3-Schichten-Prinzip, eignet sich für Outdoor-Sportarten wie Skitouren, Klettern, Wandern und Bergtouren oder Radsport. Aber auch beim Fitness-Training, beim Laufen oder einem simplen Spaziergang kann man auf das Zwiebelprinzip setzen. Die Vorteile: Die Feuchtigkeit wird nach außen transportiert und je nach Wetterlage und Befinden kann eine Schicht aus- bzw. angezogen werden.
Das 3-Schichten- oder Zwiebelprinzip basiert auf der Fähigkeit moderner Outdoor-Kleidung, Feuchtigkeit schnell vom Körper weg nach außen zu transportieren. Dem Wetter und der Außentemperatur angepasst, werden von innen nach außen verschiedene Lagen kombiniert, die sich gegenseitig ergänzen: schweißtransportierende Unterwäsche (Baselayer), darüber eine Isolationsschicht (Fleece, Midlayer) und als letzte Lage eine atmungsaktive und/oder wasserdichte Schicht (Hard- oder Softshell). Regnet es in Strömen, wird auch noch ein Nässeschutz in Form einer wasserdichten Regenjacke (Gore-Tex) drübergezogen.
Damit dieses System funktioniert, müssen ein paar Dinge beachtet werden: Alle Schichten müssen aus Funktionsmaterialien bestehen, da sonst der Abtransport der Feuchtigkeit gestört wird und schnell ein Feuchtigkeitsstau entsteht und das ganze System zunichte macht.

Zwiebelprinzip

1. Schicht: Unterwäsche (Baselayer)

Die erste Lage im Zwiebelprinzip ist die Unterwäsche (Baselayer). Sie wird möglichst direkt auf der Haut getragen, damit sie den Schweiß optimal aufnehmen und an die nächste Lage weitergeben kann. Diese erste Schicht muss also ein wahres Multitalent sein: bei Wärme kühlen und bei Kälte wärmen, Schweiß ableiten und im Nu wieder trocknen. Dabei darf sie weder kratzen noch riechen. Am besten geeignet für die erste "Zwiebelschicht" besteht aus Funktionswäsche aus Kunstfasern oder Merinowolle – letzteres eignet sich allerdings eher für kühlere Temperaturen. Verpönt ist reine Baumwolle, da ihre Fasern kollabieren, sobald sie nass sind und die Feuchtigkeit speichern – und damit sehr langsam trocknen ...
Der Nachteil synthetischer Funktionskleidung: Sie fängt leider schnell an zu riechen. Außerdem weist sie nur eine mäßige Wärmeleistung auf, wenn man nicht selbst ausreichend Wärme produziert, etwa bei der Rast unterm Gipfelkreuz. Anders das immer beliebter werdende Naturprodukt Merinowolle: Sie ist verhältnismäßig leicht und im Vergleich zu anderer Wolle noch recht atmungsakti. Großer Vorteil von Merinowolle: Sie riecht auch nach der dritten Tour praktisch nicht.
Tipp: Achte auf einen körpernahen, faltenfreien Sitz und auf ein angenehmes Hautgefühl der Unterwäsche. Auch Nähte im Schulterbereich können stören, wenn nämlich durch den Druck der Rucksackträger schmerzhafte Reibungszonen entstehen.

2. Schicht: Kälteschutz (Midlayer)

Kälteschutz ist die Aufgabe der 2. Schicht, für die man zu einer Fleecejacke greifen sollte. Sie besteht – je nach Jahreszeit – entweder aus dünnem, elastischem Fleece oder aus hochflorigem, warmem Fleece. Fleece transportiert die Feuchtigkeit der Schicht 1 flott vom Körper weg und wärmt bei kühlerer Witterung. Die zweite Lage sollte auf jeden Fall luftig und atmungsaktiv und darf weder wind- noch wasserdicht sein, da diese Eigenschaften den Dampfdurchgang erschweren.
Für die Beine sind Wander- und Trekkinghosen aus Kunstfasern, Mischgeweben oder Softshellmaterial ideal. Wenn sich das Material noch dehnen lässt (Stretch), also jede Bewegung mitmacht, und sich die Hosenbeine abzippen lassen, sodass bei Sommerhitze mit kurzen Hosen weitermarschiert werden kann, lässt die Hose keine Wünsche mehr offen.

Softshell-Jacke3. Schicht: Windschutz

Schicht 3 fungiert als Universalschutz: Sie hält Wind und leichten Nieselregen genauso ab wie UV-Strahlen und Insekten. Zudem schützt sie vor Auskühlung bei besonders widrigen Verhältnissen. Ideal eignet sich dafür eine Softshelljacke, an den Beinen eine lange Wanderhose.
Softshells sind winddicht und wasserabweisend – aber keineswegs wasserdicht. Dafür sind sie aber atmungsaktiver als wasserdichte Regenjacken.
Anmerkung: Im Sommer wird aus Schicht 3 Schicht 2: Dann trägt man die Softshelljacke direkt über dem Baselayer, die Fleecejacke bleibt im Rucksack.
Tipp: Wenn man Softshelljacke und Hose regelmäßig imprägniert, halten sie auch kurzen Schauern stand.

Nässeschutz

Erst wenn es in Strömen regnet oder stürmt, kommt der Nässeschutz zum Einsatz: die wasserdichte Regenjacke, die normaler Weise STATT dem Windschutz getragen wird. Bei modernen High-Tech-Modellen (Gore-Tex) hält eine wasserdichte, aber dampfdurchlässige (atmungsaktive) Membran das Körperklima im Lot. Mit dabei sollte eine gut sitzende Kapuze sein, damit bei Sturm und Schauer auch der Kopf geschützt werden kann.
Bei der Regenjacke sollte eine Markenjacke zum Einsatz kommen, da auf die hier eingebauten Membranen Verlass ist; je besser nämlich die Membran, desto mehr Wasserdampf kann entweichen und desto "dichter" ist die Jacke bei Regen. Nachteil der Regenjacken: Man beginnt schon bei geringer Anstrengung unweigerlich zu schwitzen, da sich die Feuchtigkeit innen staut – da hilft auch die beste Membrane nicht. Tipp: Langsam gehen und versuchen, NICHT zu schwitzen.

Weitere Tipps zur Kleiderwahl:

  • Eine vorausblickende Tourenplanung und ein genauer Blick auf die Wetterprognose helfen bei der Kleidungswahl. Man sollte also mit einiger Sicherheit wissen, wie das Wetter werden wird. Ist ein heißer Tag zu erwarten? Wie stark kühlt es abends oder nachts ab? Wird es Niederschläge geben? Regen oder Schnee? Was für anderes Equipment gilt, gilt für die Auswahl der Kleidung umso mehr: Eine möglichst perfekte Vorbereitung und Auswahl entscheidet über Erfolg oder Misserfolg der Tour.
  • Oft wird zu viel Kleidung und zu warme Kleidung mitgenommen bzw. angezogen. Da kommen schnell Kilos zusammen, die sowieso nie getragen oder falsch getragen werden. Besser ein bis zwei Garnituren exzellenter Funktionsbekleidung einzupacken und diese abwechselnd zu tragen – das spart Geld und Gewicht.
  • Ein Kardinalfehler ist, sich beim Start der Tour zu warm anzuziehen. Der Körper steigert schnell seine Betriebstemperatur, sodass man unter den zu vielen Schichten schon nach kurzer Zeit stark zu schwitzen beginnt. Dann heißt es eine Kleidungslage abzulegen oder am besten gleich etwas lockerer bekleidet loszustarten. Es macht durchaus nichts, vor dem Weggehen leicht zu frösteln, denn schon nach den ersten Schritten dreht sich die Körpertemperatur auf Modus "Angenehm".
  • Auch der Kopf gehört geschützt: Eine gute Mütze oder Haube schützt vor Sonnenbrand und Hitzeschlag. Idealer Weise sollte die Kopfbedeckung im Winter weit über die empfindlichen Ohren reichen, im Sommer schützen ein Schirm und ein Nackenschutz vor der Sonne.
  • Auch wenn das Wetter gut zu sein scheint, ausreichende und angemessene Isolation, Wechselwäsche und ein Biwaksack sollten immer dabei sein.

Urban Outdoor

Der neue Kleidungstrend "Urban Outdoor" meint funktionWellensteynelle Hightech-Kleidung, die bei der Wanderung warm und trocken hält, die aber auch modisch aussieht und in der Stadt getragen werden kann. Beliebt ist sie bei modernen Menschen, die mit dem Thema Outdoor ein Lebensgefühl verbinden und eine Kultur leben, die sich durch alle Lebensbereiche zieht. Sie wollen ihre Jacken nicht nur beim Spaziergang durch den Wald tragen, sondern auch beim Shoppen, im Theater, beim Chillen, Campen oder auf Reise. Insofern soll Urban-Outdoor-Kleidung funktionell und schick, komfortabel und sportlich, stylisch und lässig, atmungsaktiv und wasserabweisend zugleich sein und so viele Bereiche des Alltags UND der Freizeit abdecken.
Ein hervorragendes Beispiel für wirklich robuste, stylische und funktionelle Urban-Outdoor-Bekleidung sind Funktionsjacken der Firma Wellensteyn, die es bei Peek & Cloppenburg im Sale gibt. Sie sind aus wind- und wasserdichtem Material gefertigt, atmungsaktiv und tragen sich äußerst bequem. Viele Wellensteyn-Jacken sind zudem mit abnehmbaren Kapuzen und praktischen Taschen ausgestattet. Wellensteyn-Jacken überzeugen mit schickem Design und innovativer Funktionalität. Wer die hochwertigen und hochmodischen Urban-Outdoor-Jacken trägt, fühlt sich bei jedem Wetter, an jedem Ort und zu jeder Zeit wohl und gilt heute in vielen Ländern der Welt als echter Trendsetter.

Urban Outdoor:
Bilder der beiden Jacken:
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