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Mountainbiken rund um Wien

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Enzianhütte am Kieneck
Die Hütte über dem Triestingtal

Enzianhütte

Wanderung, Gutensteiner Alpen, 2017; Text/Bilder: © Thomas Rambauske

In den Gutensteiner Alpen gelegen, gehört die Enzianhütte auf dem Kieneck deswegen zu den beliebtesten Hütten weit und breit, weil keine Straße zu ihr führt und sie also keinem touristischen Massenansturm ausgesetzt ist, weil sie echten Hüttenflair versprüht und weil sie auf einem 1.107 m hochgelegenen, einmaligen Bergbalkon thront und so mit einem Blick weit in die Wiener Alpen hinein aufwartet. „D‘Enzianhittn auf‘n Kieneck“, wie "d‘Wirtsleit" ihr Haus liebevoll nennen, bietet nämlich laut ihrer Broschüre die „schönste Aussicht im Piestingtal".
Viele Wege führen zur Hütte. Ein Vorschlag für Stillesucher:

Die Route

Der wohl einsamste und schattigste Weg führt von der Araburg bei Kaumberg durch die Wolfsgrube und über den Reingupf fast direkt zum Gipfel. Ein Geheimtipp für Stillesucher. Für Kinder steht die historische Anlage der Araburg als Zuckerl bereit, für Freunde einsamer Pfade ein langer, fast 3 Stunden dauernder Waldweg.
Vom Parkplatz der Araburg am Beginn des Triestingtales steigen wir über einen grün markierten Wanderweg zur Araburg, der höchstgelegenen Burg Niederösterreichs, auf (mehr Infos siehe unten).
Von der Burg geht's blau markiert Richtung Araberg. Bei einer Wegkreuzung folgen wir dem rot markierten Wiener Wallfahrerweg (06) am Kölchberg und Veiglkogel vorbei immer höher hinauf. Der gut beschilderte und markierte Weg führt nun in Stufen über mehrere namenlose Gipfelchen, über kleine Bergkämme und schließlich um den 1.065 m hohen Reingupf herum.

Aufstieg

Immer wieder sind anstrengende Anstiege zu bewältigen, nur selten erblickt man zwischen den Bäumen den Unterberg und das Kieneck. Dennoch empfiehlt sich dieser schattenkühle Waldweg für heiße Sommertage. Erst am Nordwestrücken des Kienecks betreten wir baumfreie Kräuterwiesen samt Gipfelkreuz, Bankerl und kolossalem Ausblick auf alles, was das Alpenvorland und die Wiener Alpen zu bieten haben. Ein paar Schritte noch auf der Forststraße und wir stehen vor der Hütte, der eine kleine Kapelle vorgelagert ist.

Hütte

Abstieg durchs Mariental
Zurück zur Araburg folgen wir den Schildern Richtung Unterberg bis zum Bettelmannkreuz auf 952 m, von wo wir rechter Hand einem grün markierten Wanderweg Richtung Ramsau folgen. Nach einem langen, steilen Abstieg gelangen wir auf eine breite Schotterstraße im Kieneckgraben, der man nun ca. 6 Kilometer lang durch ein liebliches und von einem Bach durchzogendes Tal folgt. Nachdem auch das idyllische Mariental durchquert ist, vollzieht die Forststraße eine 180°-Kehre. Hier verlassen wir die Forststraße, gehen geradeaus weiter und steigen auf einem steilen Waldweg zur Araburg hinauf, von wo man auf dem bereits bekannten blau markierten Wanderweg zurück zum Parkplatz kommt.

Lexikon: Die Araburg

AraburgDie ursprüngliche Burg wurde bereits im 12. Jahrhundert errichtet. Ihr Erbauer war das ritterliche Geschlecht der Arberger, das den Aar im Namen und Wappen trug. Araburg heißt demnach Adlerburg, ein Name, der dieser höchstgelegenen Burg Niederösterreichs gerecht wird (Seehöhe ca. 800 m) Die etappenweise Erweiterung erfolgte unter den Ruckendorfern und den Jörgern bis ins 17. Jahrhundert. Seit dem Jahre 1625 ist die Araburg im Besitze des Stiftes Lilienfeld und wurde mit der Türkenbelagerung im Jahr 1683 endgültig zur Ruine. Der Bergfried diente einst als Ausguck, um fremde Heerscharen rechtzeitig zu erspähen. Heute besteigt man ihn über Holztreppen und genießt einen wunderbaren Rundblick über das Triestingtal . Angeschlossen ist ein Burgstüberl, in dem man sich stärken kann (www.araburgstueberl.at). Ein Erlebnis besonderer Art sind die „Kaumberger Burgschauspiele“ auf der Araburg, die alle zwei Jahre im Juli/August von der örtlichen Theatergruppe zur Aufführung gelangen. Der Reinerlös kommt der Erhaltung der Araburg zu Gute.
Quelle: www.kaumberg.at

Ausgangspunkt:
Route:

Aufstieg: Von Kaumberg (Araburg): Parkplatz Araburg (645 m) – Araburg (799 m) – Reingupf (1.065 m) – Enzianhütte (1.107 m)
Abstieg: Nach Kaumberg über die Araburg): Bettelmannkreuz (952 m) – Kieneckgraben – Mariental (506 m) – Araburg Parkplatz Araburg (3,5 Std., 300 m)

Gesamthöhenmeter:
Pfeil up Pfeil down 800
Gesamtgehzeit (in Stunden):
Pfeil up Pfeil down ca. 4½
Schwierigkeiten:
Keine
Eignung für Kinder:
Wenn gehfreudig, gut geeignet
Ausrüstung:
Einkehrmöglichkeiten:
Enzianhütte am Kieneck; 14 Lagerpläzte, 13 Zimmerbetten, 1 Familienzimmer; will man in Gruppen übernachten, muss vorher reserviert werden: 0676 782 90 81; www.kieneck.at
Karte:
Hilfreiche Links:

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