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Mountainbiken rund um Wien

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Ebenwaldhöhe

Hochstaff - Kiensteiner Öde - Schwarzwaldeck

31. Jänner 2004, Gutensteiner Alpen

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Die Ebenwaldhöhe zählt zu den Evergreens, oder besser: Everwhites des Wintersports in Niederösterreich. Meist schneesicher, eher flach, durchsetzt mit hübschen Aussichtskanzeln und anspruchsvolleren Zielen wie Hochstaff oder Eisenstein, bietet es Langläufern, Skitourenläufern, Schneeschuhgehern und Winterwanderern gleichermaßen viele Möglichkeiten. Zentral gelegen die Ebenwald Hütte, zu der man sogar per Auto zufahren kann. Ich stelle hier eine Überschreitung per pedes vor, lasse das Vehikel in Kleinzell stehen, weil der Weg hinauf zur Ebenwaldhöhe auch nicht reizlos ist ...

Anfahrt & Aufstieg

Kleinzell (480 m) - Schwarzwald - Schwarzwaldeck (1073 m) - Im Sand - Kiensteiner Öde (1160 m) - Kaltenreiter - Ebenwaldhöhe (1046 m) - Graser - Hochstaff (1305 m) - Weißenbach Alm - Kleinzell

HU ca. 1000 m / GZ ca. 6 Stunden

 

 

 

 

 

 

 


Kiensteiner Öde

 

 

 

 

 

 


Blick vom Hochstaff auf die Ebenwald Höhe

Nach Kleinzell über St. Pölten und Traisen oder von Altlengbach über die Klammhöhe.

Gleich hinter der Pfarrkirche von Kleinzell auf der Asphalstraße rot markiert losmarschiert. Sobald man ein Gehöft durchquert, verlässt man den Asphalt und gelangt über freie Wiesenflächen entlang eines Weidezaunes gemütlich winterlichen Wald. Hagebuttensträucher scheint der Winterfrost nichts anhaben zu können, unverdrossen leuchten sie weithin und verkünden den vergangenen Herbst oder den kommenden Frühling, je nach Blickwinkel.
Schließlich mäßig steil durch Wald. Nach 45 Minuten wieder baumfreie Sonnenflächen, an einem Bauernhof vorbei und im sog. Schwarzwald durch ein Gehöft. Nach 1,5 Stunden schon am Schwarzwaldeck, dem östlichsten Ausläufer der Ebenwaldhöhe, mit dem gleichnamigen privaten Haus. Schöner Rundumblick. Flach weiter dahin, dann nicht der Straße nach, sondern rechts hinauf einem Kamm, später Stangen nach. Bei einer kleinen Scheune Im Sand, wo auf einem Schild auch vor Stieren gewarnt wird, trifft die blaue auf die rote Markierung.
Ab hier heißt es, sich den Weg selbst zu suchen auf die Kiensteiner Öde (1 St.), was nicht schwer ist, da sich der Weg gleichsam selbst öffnet. Hält man sich immer westlich und auf Lichtungen, trifft man zwangsläufig auf einen kleinen Bergrücken, der gar nicht öde Ausblicke auf die nächsten Ziele, die Ebenwaldhöhe mit dazu gehöriger Hütte und den Hochstaff gewährt.
Von der Öde geradewegs in südlicher Richtung bergab bis zu einer Forststraße. Auf dieser bequem in weitem Linksbogen zum Kaltenreiter Hof, von wo aus ein Güterweg quer über die Ebenwaldhöhe führt. Flach bis zum Parkplatz und die Straße zur Ebenwald Hütte (45 Minuten).

Wer genug hat, könnte die Tour hier bereits abbrechen und über die Straße bzw. durch den Schneidergraben nach Kleinzell absteigen. Ich will aber noch zu einem Abstecher auf den Hochstaff überreden, einen kleinen Gipfel, der jeden Umweg lohnt. Der Weg auf den Hochstaff ist nicht markiert. Wer weiß, warum? Oder soll es so ruhig und einsam bleiben wie bisher? Dann lieber nicht markieren.
Auch gibt der Berg selbst den Weg vor: Ein Stück noch weiter dem Eisenstein zu, dann kurz vor einem Bauernhof links hinauf über anfangs freie Almflächen, steiler durch Wald in südöstlicher Richtung und nach 15-20 Minuten einem baumfreien Sattel. Hat man den erreicht, ist man richtig unterwegs und wendet sich nach rechts entlang des Kammes und eines Weidezauns etwas steiler hoch. Achtung: Nicht zu sehr rechts, da man sonst am steilen, felsdurchsetzten Westrücken des Hochstaffs landet! Nun den Kamm entlang über eine kurze Aufsteilung, bis man nach 45 Minuten beim Gipfelkreuz des Hochstaffs steht. Ja, er soll besser unmarkiert bleiben, so nett ist es hier.

Im Abstieg weiter unmarkiert in östliche Richtung über den flachen Ostausläufer bis zur Straße, die von der Zeisel Alm zur Weißenbach Alm führt. Auf dieser nun blau markiert, mitunter über Waldsteige und Lichtungen hinunter nach Kleinzell (2 Stunden).

Schwierigkeiten:
Bei einer Besteigung des Hochstaff sind Orientierungssinn und klares Wetter gefragt. Sonst keine Schwierigkeiten.
Lawinengefahr: Keine
Höhenmeter: Etwa 1000 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 6 Stunden
Beste Jahreszeit: Den ganzen Winter über für Winterwanderer, für Schneeschuh- und Skitourengeher ist allerdings der Hochwinter mit ordentlich Schnee am besten.
Kinder: Die hier vorgestellte Tour ist für Kinder zu lange. Um so empfehlenswerter aber, mit dem Auto auf die Ebenwaldhöhe zu fahren, um von dort aus kleine Touren auf Kiensteiner Öde, Hochstaff oder Schwarzwaldeck zu unternehmen. Das flache Gelände eignet sich hervorragend zum Austoben, rodeln und Schneeplantschen, die am Wochenende und feiertags geöffnete Hütte bietet sich als gastfreundliches Basislager an.
Hund und Katz': Gut geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Ebenwaldhütte

Karte: Freytag & berndt "Wanderatlas Wiener Hausberge" oder ÖK 74 "Hohenberg"