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Die einsame Seite der Gemeindealpe

Eiserner Herrgott

Schneeschuhtour zum Eisernen Herrgott, Mariazeller Gemeindealpe, 1468 m, 20.12.2003

Eiserner Herrgott

Von Thomas Rambauske

Intro

Seit der Pistenbetrieb auf der Gemeindealpe wieder reaktiviert wurde, möchte man meinen, dass dieser Berg nun für Ski- und Schneeschuhgeher tabu wäre. Irrtum. Wie jeder andere Berg hat auch die Gemeindealpe verschiedene Seiten, von denen sich vor allem eine als ausgezeichnetes Schneeschuh-Terrain herausstellt: Die Westseite von Zellerrain her in Richtung Eiserner Herrgott. Dort bleiben die Teller-Freaks vollkommen unter sich, dort ist Stille und Beschaulichkeit, und manchmal kann es sein, dass sich dir manch netter Weggenosse anschließt ...


Aufstieg

Taschelbach (1050 m) - Pfalzwiese - Feldwiesalm (1314 m) - Eiserner Herrgott (1468 m)

HU ca. 450 m / GZ 2,5-3 Stunden

Felswiesalm

Abend

Von der kleinen Siedlung Taschelbach (sehr beschränkte Parkmöglichkeiten. Achtung Autofahrer: Die 22%-Steigung aufs Zellerain kann sich bei eisigen Straßenverhältnissen zu DEM Kriterium der Tour auswachsen! Oft ist der Pass nur mit Ketten zu bewältigen!) auf einer Forststraße rot markiert durch Wald. Sanft geneigt hoch bis zur baumfreien Feldwiesalm (1,5 Stunden; Kreuz, Hütte), wo sich ein netter Ausblick auf den Ötscher öffnet.

Variante: Von der Feldwiesalm in nördlicher Richtung durch Wald, dann wieder über Lichtungen auf den Westrücken der Breinmauer (1489 m, etwa 2 Stunden, achtzugeben wäre hier auf die Wechten an der Gipfelkante)

Wir haben aber ein anderes Ziel, stapfen über Almen und Lichtungen an einem Kreuz vorbei etwas bergab bis zur Weggabelung: Eiserner Herrgott - Eiserner Herrgott. Ja, es gibt deren zwei Herrgötter, den auf der Brunnsteinalm (wo wir beim Abstieg vorbeikommen) und den im Westschatten der Gemeindealpe. Letzteren peilen wir an, indem wir uns links halten, mal hoch, mal ab über ein paar Kuppen, bis wir an eine Forststraße gelangen, die wir durch lichten Hochwald abkürzen können, sodass wir nach etwa 2,5 Stunden die urige Hütte des Eisernen Herrgotts vor uns haben. Trotz dem die Hütte nicht geöffnet hat, finden sich dort doch recht liebe Gäste ein:

Gäste

Den Gipfel der Gemeindealpe erspart man sich am besten - zu viel los dort oben ...


Abstieg

Eiserner Herrgott (1468 m) - Eiserner Herrgott (Brunnsteinalm, 1409 m) - Höchbauer - Zellerain (1125 m) - Taschelbach

GZ 1,5 Stunden

Nach ausgiebiger Sonnenuntergangsrast über die Güterweg zum Eisernen Herrgott auf der breiten Brunnsteinalm, dort dem Wegweiser Zellerain nach durch Wald hinab bis zu den Weiden des Höchbauers. Von dort wieder per Forststraße hinab nach Zellerain.

Vom Zellerain in 10 Minuten auf den Schneeflächen abseits der Straße hinunter zum Ausgangspunkt.


Die Muhmenalpe

Die Gemeindealpe hieß früher auch die "Muhmenalpe". Sowohl auf dem Hexenberg Ötscher als auch auf der Gemeindealpe sollen sich früher allerlei Geister und Feen getummelt haben, weshalb sie im 13. Jahrhundert als "mons mumenalbe", also Berg der Muhmen bezeichnet wurde. Demnach war nach uralten Vorstellungen der Gipfel von allerlei Nebelgestalten umgeben. Vielleicht waren es die verführerischen Wildfräulein oder auch Wassernixen, die dem nahen Erlaufsee entstiegen. Seit Alters her brannten hier oben gleichsam als Absage an alle finsteren Mächte Sonnwendfeuer. Erst viel später errichtete man auf der Gemeindealpe, dem beliebten Hausberg der Mariazeller, ein Gipfelkreuz.


Schwierigkeiten:
Kaum Schwierigkeiten. Der Weg ist mitunter schwer auszumachen, bei der Weggabelung zwischen den Herrgöttern aufpassen, dass man nicht am falschen Ende landet - und im Fall des Falles wäre über einen Umweg auch der zweite Herrgott leicht zu erreichen ...
Lawinengefahr: Keine
Höhenmeter: 450 m
Gesamtgehzeit: ca. 4 - 4,5 Stunden
Beste Jahreszeit: Hochwinter
Kinder: Ab 14
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Zellerain
Karte: Freytag & berndt, WK 031 "Ötscherland - Mariazell - Scheibbs - Lunzer See"
Internet: Mariazell
Gemeindealpe
Mitterbach