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Weites Land - Hinteralm
Weites Land - Hinteralm

Dezember 2004

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

"Es führen viele Wege zu Gott, der schönste über die Berge", heißt es am Gipfelkreuz des Spielkogels. Von diesen schönsten Wegen finden sich auf der Hinteralm, einem Ausläufer der Schneealpe, jedenfalls eine Menge. Obwohl der Zustieg auf die Hochfläche von Frein aus einiges an Gespür verlangt, erwartet den Voralpen-Trapper auf der schattenlosen Hochfläche ein weites Land mit sanften Hügeln, endlosen Schneewiesen und einer gastfreundlichen Berghütte.


Anfahrt & Aufstieg

Frein an der Mürz (864 m) - Hochriegel - Rosskogel (1524 m) - Schwarzenstein (1524 m) - Spielkogel (1599 m) - Hinteralm (Hinteralmhaus, 1442 m) - Frein

HU ca. 850 m / GZ 5½ - 6 Stunden

Weites Land
Weites Land

Am Spielkogel - Blick auf Göller
Am Spielkogel - Blick auf Göller

Hinteralm - dahinter Proles
Hinteralm - dahinter Proles

Ausgangspunkt ist Frein an der Mürz zwischen Lahnsattel und Mürzsteg. Für den Aufstieg bieten sich zwei Möglichkeiten, die nach Schneelage zu wählen sind: Kürzer, aber steiler und bei unsicheren Verhältnissen durchaus lawinengefährlich der markierte Weg direkt über den Hochriegel. Eine sicherere Variante, um auf die Hochfläche zu gelangen, ist die über eine Forststraße in südlicher Richtung in den Plotschgraben. Sobald die Straße auf ca. 1.300 m abfällt, links aufwärts und in östlicher Richtung durch dichten Wald auf die freie Fläche der Hinteralm mit dem Hinteralmhaus (Wiener Lehrer-Hütte). Diese Alm macht sowohl im Sommer als auch im Winter immer einen etwas verschlafenen Eindruck, was nicht darüber hinweg täuschen soll, dass man im Hinteralmhaus vorzüglich bewirtet wird.

Weiter hinter den letzten Hütten der neuen Stangenmarkierung nach kurz in den Wald hoch, um eine Kuppe herum und in eine Senke. Schließlich der sehr eindrucksvolle Gang die Kante der Klobenwände entlang, immer im Blickpunkt die Schneealpe mit deren höchsten Erhebung, dem Windberg. Nach einem Waldstück winkt schon das Gipfelkreuz des Spielkogels: "Es führen viele Wege zu Gott, der schönste über die Berge", heißt es im Kreuzungspunkt der Balken.
Der Spielkogel ist aber nur der erste Gipfel des nun folgenden munteren Gipfelhüpfens. Weiter mehr der Intuition nach, vorausgesetzt, die Sicht ist optimal. Bei Nebel sollte entweder ein Kompass oder der Mut zur Umkehr dabei sein. Eine Möglichkeit in nordöstlicher Richtung zur Geländekante des Schwarzensteins und von dort, entlang der Kante, über baumfreie Lichtungen auf den Rosskogel.

Beim Abstieg heißt es aufpassen: Bei lawinösen Verhältnissen lässt man besser die Finger bzw. Beine vom direkten Abstieg über den Hochriegel. Statt dessen von der Rosswiese auf eine Kuppe und in nordwestlicher Richtung auf einem Rücken, den markierten Weg nun verlassend, auf einem Forstweg in langen Kehren abwärts. Ab ca. 1000 Metern weglos abwärts und wieder mit Gefühl und ein wenig Orientierungssinn links hinab in den Talboden, wo genug Forstwege zurück nach Frein führen.


Schwierigkeiten:
Zwischen Hinteralm und Spielkogel helfen Stangen gut weiter, ansonsten sind hier bei Nebel Kompass und Orientierungssinn gefragt.
Lawinengefahr: Stellenweise kann es bei ungünstigen Verhältnissen am Hochriegel oder in der Querung nach dem Plotschgraben lawinengefährlich sein. Um diesen Stellen auszuweichen, ist Orientierungssinn erforderlich.
Höhenmeter: Etwa 850 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 5½ - 6 Stunden
Beste Jahreszeit: Gesamter Winter
Kinder: Nicht geeignet - zu lang, stellenweise zu steil
Hund und Katz': Nicht geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste >>>
Einkehrmöglichkeiten:

Hinteralmhaus (Sa./So.)

Karte: Freytag & berndt, WK 022 "Semmering - Rax - Schneeberg"