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Mountainbiken rund um Wien

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Moonwalk

Großer Königskogel

Mariazeller Berge, 1674 m

Text/Bilder: Thomas Rambauske

Intro

Der Große und Kleine Königskogel vor den Toren Mariazells sind derartig gutmütige Hügel, dass sie sogar ungefährliche Vollmondtouren zulassen. Für Schneeschuhgeher geradezu wirklich ein Königreich: kaum nennenswerte Hindernisse, reizvolle Wechsel zwischen Wald, Lichtungen und baumfreien Kammpassagen, einsame Ruhe und das Sahnehäubchen auf dieser an Reizen kaum zu überbietenden Tour: Der Mooshuben-Wirt am Start- und Zielpunkt - die fangfrischen Forellengerichte dort müssen einfach genossen werden!


Anfahrt & Aufstieg

Mooshubenwirt (899 m) - Erzherzog-Johann-Weg - Schöneben (1099 m) - Falbersbach Alm - Dürriegl Alm (1353 m) - Königsalm - Kleiner Königskogel (1552 m) - Großer Königskogel (1674 m)

HU ca. 850 m / GZ 7 Stunden

 

 

 

 

 

 

 

 


Dürriegl Alm

Kommt man aus Richtung Wien, weist kurz vor Mariazell ein Schild auf die Mooshuben und zum gleichnamigen Forellenwirt. In vier kleinen, von einem Gebirgsbach gespeisten Teichen wachsen die Forellen in glasklarem Wasser heran. Von dort geht's direkt auf auf den Tisch - lecker! Den Genuss einer Einkehr im "Königreich Mooshuben" lassen wir uns für den krönenden Abschluss der Tour. Am besten parkt man das Auto gleich beim Gasthaus.

Zum Aufwärmen über schneebedeckte Äcker entlang einer Zufahrtsstraße, ehe ein Wegweiser Richtung Schöneben - Dürriegl Alm - Falbersbach Alm lenkt. An einem Gehöft vorbei, dann gleich nach links auf den Erzherzog-Johann-Weg (432). Dieser Ziehweg durch durch abwechslungsreichen Winterwald ist der eher eintönigen Forststraße vorzuziehen, die an sich auch zur Schöneben führt, aber eher Skitourengehern als Abfahrtspiste dient. An einer Quelle und einem Kreuz vorbei, dann solange auf einer Forststraße, bis der Weg (Schild!) nach etwa 20 Minuten nach rechts abzweigt. Ein kurzes Stück bergab und durch tiefsten Zauberwald am Fuß der Turmmauer entlang zur Schöneben, die nach einer Stunde erreicht ist. Am Jagdhaus vorbei zur Wegkreuzung Tonion/Schöneben.

Auf eher flachem Forstweg zwischen dem Steilabbruch der Tonion rechts und dem Fallenstein links zu den schlafenden Hütten der Falbersbach Alm hoch. Allein die Mäuse schlafen dort nie, klagt mir ein entgegen kommender Hüttenpächter. Die Alm überquert entlang des Waldrandes und wechselt bei der Dürriegl Alm (1,5 Stunden von der Schöneben) auf die Sonnenseite der Tour. Die Hütte dort natürlich geschlossen, der Weg zu den schon sichtbaren Königskögeln offen und einladend.

Hinter der Hütte zuerst in einem leichten Rechtsbogen an einem Jägerstand vorbei, dann nach links schwenkend auf eine kleine Kuppe zu. Wenn man die zwei Königskögel genau vor sich hat, stimmt die Richtung. Von der Kuppe kurz bergab in ein Waldstück, dieses in östlicher Richtung durchquert und auf die von einem verfallenen Holzschuppen markierte Königs Alm zu. Von hier ist es nicht mehr weit, aber umso reizvoller. Frank und frei stapfen wir auf einem breiten Kamm dem Kleinen Königskogel zu. Da man dessen von Steinen durchsetzten Rücken meist abgeblasen vorfindet, schnallt man am besten die gegen Steine empflindlichen Schneeschuhe ab und steigt dem bekreuzten Gipfel sozusagen barfüßig zu. Famose Aussicht auf Veitsch, Ötscher, Schneealpe, Schneeberg, Göller, Gippel etc.
Bergab in den Sattel zwischen den Kögeln und flugs hinauf auf den Großen Königskogel, dessen Gipfel seit ewigen Zeiten ein alter Blizzard-Ski ziert.
Hat man es von der Startzeit her so angelegt, dass man gerade zum Sonnenuntergang dort anlangt, sitzt man fußfrei in einem Konzert der Farben und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Wenn nun jemand glaubt, das ließe sich nicht toppen, täuscht er sich. Denn hat man die Tour bei Vollmond angelegt, ist das anschließende Abstapfen durch die pastellblaue Landschaft ein Genuss³: Stille Nacht ... der Schnee wie Lametta funkelnd ... der Weg so sehr ausgeleuchtet, dass man kein einziges Mal die Stirnlampe auspacken muss ... knirschender Schnee, klappernde Schneeschuhe ... nur ein vorbeitrabender Hirsch stört kurz die Einsamkeit - Nachtschwärmer, was willst du mehr!

Schwierigkeiten:
Keine
Lawinengefahr: Keine, außer wenn Massen von Schnee am Gipfelaufbau der Kögeln liegen - was kaum vorkommt.
Höhenmeter: Etwa 850 in Auf- und Abstieg
Gesamtgehzeit: ca. 7 Stunden
Beste Jahreszeit: Im Winter immer
Kinder: Aufgrund der Länge nicht geeignet
Hund und Katz': Aufgrund der Länge nicht geeignet
Ausrüstung: Pack-Checkliste
Einkehrmöglichkeiten:

Mooshubenwirt: Sieglinde Fritz, A-8630 Mariazell, Mooshuben 18; Tel.: +437(0)3882/2660, Fax: +437(0) 3882/2660-43
mooshubenwirt@mariazell.at

Karte: Freytag & berndt WK 041 "Hochschwab - Veitschalpe-Eisenerz - Bruck/Mur", WK 031 "Ötscherland - Mariazell - Scheibbs - Lunzer See"
Internet:

www.mariazell.at