Tag 3
Lavarella Hütte – Limojoch (2172 m) – Große Fanesalm (Jausenstation) – Tadegajoch (2157 m) – (Gipfelmöglichkeit: Lavarella, 3055 m, 3 St.) – Col Loggia – Cap. Alpina (1726 m) – Rifugio Scotoni (1985 m)
HU ca.
350 m ca. 400 m, GZ 4 Stunden (Lavarella: Aufstieg ca. 3 Stunden, 900 Hm)

Von der Scharte zwischen Lavarella und Cunturines Spitze ergibt sich ein Traumausblick über die Dolomiten

© Marie Rambauske
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Schnee am Morgen! So schnell geht das also auch in den sommerlichen Dolomiten. Dennoch starten wir zu einer landschaftlich hoch interessanten Tour, die uns sogar bis an die Dreitausender-Marke führen wird.
Zunächst auf einer Naturstraße zum Limojoch, 2172 m (45 Minuten), von dort wieder herunter und am Limosee vorbei auf die Große Fanesalm (Jausenstation). Bei klarem Schönwetter sicher ein Traum, bei Nebel, wie wir ihn erleben, eher ein Tauchgang durch Nebel hindurch bis zum Tadegajoch, 2157 m, und zur Abzweigung auf den Lavarella (3055 m) inmitten des breiten Val Sarès.

Da just hier die Wolken nachhaltig aufreißen, beschließen wir, den Gipfel zu versuchen. Zunächst durch den Trog zwischen Großer Fanesalpe und Campestrin Spitze bis zum Lago Cunturinas (2518 m). In nördlicher Richtung um diesen herum und weiter kaum steil bergan in die Scharte zwischen Cunturines Spitze und Lavarella (Pkt. 3000 m, 2,5 St.). Der Weiterweg bleibt uns auf Grund zu hoher Schneelage verwehrt, da sich der Gipfel nur über abschüssige, also bei Glätte gefährliche Platten und Felsstufen erreichen lässt. Der Rundumblick über das Felsmeer der Dolomiten bis zu den Drei Zinnen, der Marmolada und den Langkofel entschädigt uns jedoch bei weitem für den entgangenen Gipfel.

Wieder hinunter zum Tadegajoch, 2157 m, und weiter durch ein breites, mit seinen bezuckerten Felszinnen poetisch anmutendes Hochtal zum Col Loggia und einer Weggabelung. Der geplante Weg 21 über die Cima del Lago, der direkt zum Rif. Scotoni führen würde, erweist sich allerdings als gesperrt. So bleibt uns nur mehr weit hinunter zur Cap. Alpina und von dort über eine Zufahrtsstraße wieder hinauf zum Rifugio Scotoni (1985 m) zu latschen. Trotz landschaftlicher Vorzüge eine Plage nach einem langen Tag.
Endstation für heute, eine herrliche übrigens samt Sonnenuntergang, gutem Essen und bequemen Lagern. |